Sicherheit, Strömung, Strudel, Standfestigkeit

Warum Du gefährdet bist…

Ja, gefährdet. Du.

Obwohl ich mir sehr wünsche, dass es nicht so ist.

Du bist gefährdet, wenn Du

ein Gefühl der Erschöpfung verspürst,
eine zunehmende Distanz oder gar negative Haltung zu Deinem Job und daraus
ein verringertes Leistungsvermögen verzeichnest.

Und? Das kennst Du vermutlich, oder?
Jetzt mal unter uns: erschöpft sind wir alle mal. Keinen Bock auf den Job haben wir auch ab und an. Ja, die zunehmende Distanz könnte ein Punkt sein. Die entsteht, wenn Du etwas tust, was für Dich keinen Sinn macht oder Dir gegen den Strich geht.
Als Grund für die oben genannten Punkte wird “chronischer Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird” angegeben.

Burnout als Syndrom

Die WHO hat Burnout nun als Syndrom – nicht als Krankheit – klassifiziert. Genau mit den obigen Punkten.

Ich habe eine klare Meinung dazu – ohne jemanden mit diesen Symptomen zu nahe treten zu wollen. Denn dass sie da sind, daran besteht ja nun mal kein Zweifel.

Was aber nun passiert ist, geht meiner Meinung nach in eine völlig falsche Richtung.
Denn braucht es zwingend einen Stempel, den ich demjenigen aufdrücken muss?
Klar, ist es leicht, wenn der Arzt eine Diagnose stellen kann. Natürlich ist es prima, wenn ich eine Kur und meine Auszeit von der Krankenkasse gezahlt bekomme.
Aber wird dadurch das erreicht, was dem Patienten (was nach der neuen Einordnung ja nun der Fall ist) tatsächlich weiterhilft?
Ich denke nicht.

Auflösung des Burnout

Denn bislang wird sehr viel Aufarbeitung der Vergangenheit getätigt. Was dem einen hilft und vielen eher weniger.
Dann passiert das ganze losgelöst vom “echten” Leben. In einer Kur. Ausserhalb der Familie oder des sonstigen Lebensumfelds.
Natürlich kann jemand auch so gestärkt werden und Strategien erlernen, aber hilft es wirklich nachhaltig? Kann der Patient, wenn er wieder nur Mensch ist tatsächlich sein Leben so gestalten, wie es ihm gut tut?
Und wie sieht das überhaupt aus?

Ich war ehrlich gesagt geschockt, wie wenig genau in diese Richtung mit den Betroffenen gearbeitet wird. (Ich hoffe sehr, dass es auch unrühmliche Ausnahmen sind, befürchte aber anderes)
Sie werden nicht auf die Zukunft vorbereitet. Sie bekommen keine Klarheit darüber, was sie in ihrem Leben antreibt, motiviert, sie unbedingt noch erreichen wollen. Und zwar sie selbst, nicht jemand anderes oder irgendetwas von aussen Aufgezwungenes.
Sie haben keine Ahnung, wie sie ihren Alltag tatsächlich so gestalten, dass sie Zeit für sich haben und das schlechte Gewissen gegenüber Partner, Kindern, Kollegen, Freunden usw. sie nicht auffrisst. Wie sie ihr Verantwortungsgefühl gegenüber anderen so einsetzen, dass es ihnen selbst nicht schadet. Wie sie in kritischen Situationen reagieren. Hier vorallem in den stark emotionalen Momenten.
All das ist nicht Teil der Arbeit.
Leider.

Hilft das Vorgehen bei Burnout?

Niemand denkt darüber nach, was das für Auswirkungen auf die betroffenen Personen hat und erst recht nicht auf die Nachkommen.

Es ist so wahnsinnig schade, dass die Ursachen nicht angegangen werden. Stattdessen nur ein Pflaster. Du weißt genausogut wie ich, dass es irgendwann abfällt. Und wenn Deine Haut (in dem Fall Du) nicht wüsstest, wie Du Dich selbst heilst, dann bleibt die Wunde. Sie heilt nicht.

Wenn Du aber weißt, wie die Wunde heilt, dann brauchst Du niemanden dazu. Natürlich hilft es, wenn jemand pustet und ein Pflaster draufklebt. Am besten mit einem wunderschönen lustigen Motiv. Doch was tut das Pflaster, wenn Du (bzw. Deine Haut) nicht weißt, wie Du Dich reparierst. Wie Du mit der Wunde umgehen musst. Was es braucht, damit alles wieder heilt.
Der Körper kann sich zum Glück heilen, wenn er daran nicht gehindert wird. Wenn Du glaubst, Du bekommst oder eine Krankheit, stehen die Chancen gut, dass es passiert. (das ist aber ein komplett neuer Artikel)

Ein anderer Ansatz

Mich erschreckt es sehr, dass die Zusammenhänge nicht betrachtet werden. Die Macht übersehen wird, die jeder einzelne hat – gegenüber sich selbst – und Eltern in Bezug auf die kommende Generation. Firmen auf ihre Mitarbeiter und umgekehrt.
Wenn Burnout nun ein Syndrom ist, dann können noch mehr Menschen die Verantwortung für sich selbst abgeben.
Es wird eine Vielzahl an “Opfern” produziert. Sie geben dabei komplett die Macht ab. Denn Opfer sind Macht-los. Dabei ist all dies vermeidbar.
Voraussetzung ist Wissen. Verantwortungsbewusstsein – auch gegenüber sich selbst. Erkenntnisse. Sicher auch Mut im zweiten Schritt, um tatsächlich etwas zu tun oder zu lassen.
Und ja, all dieses Wissen steckt noch in uns. Es ist noch da, nur nicht präsent.
Die alten Prinzipien nach denen unser Körper, das Leben und auch unser Hirn funktionieren, haben sich nicht verändert.
Das Leben ist schneller geworden.
Die Frage ist: Musst Du mitrennen?
Die Informationen sind immer und überall im Überfluss vorhanden.
Die Frage ist: Brauchst Du sie alle?
Das Streben nach Perfektion und Anerkennung ist in uns angelegt.
Die Frage ist: Hilft DEINE aktuelle Art und Weise Dir und Deiner Gesundheit?

Was Du tun kannst

Heute gibt es für jeden einzelnen so viele Möglichkeiten. Lies hier den Beitrag zu “1000 Möglichkeiten und keine Wahl”.
Heute ist der Arbeitsmarkt wie noch niemals zuvor.
Die heute geltenden Regeln gab es so noch nie und keiner weiß, wie sie sich weiterentwickeln.

Das bedeutet, all die Bewahrer haben einen schweren Stand sofern sie das Neue ablehnen oder gar negieren.
Es gibt nicht mehr DEN einen Weg. Es gibt nur noch DEINEN Weg.
Und das allererste Mal in der Geschichte gibt es ALLE Möglichkeiten dafür.

Deine Aufgabe ist genau eine: Du musst für Dich entscheiden. Du brauchst für Dich absolute Klarheit. Denn es ist DEIN Leben. DEINE Entscheidung.
Dann brauchst Du Dir auch über Burnout keine Gedanken zu machen.
Der Burnout soll Dich nur daran erinnern, dass Du da irgendwann einmal gegen Dich entschieden hast und auf dem falschen Weg bist. Dass Du Dich verbiegst. Einem Anspruch nacheiferst, der nicht Deiner ist. Einem Ideal versuchst zu entsprechen, gegen das es in Dir einen Aufstand gibt.

Du bist dran

Du wirst keinen Burnout bekommen, wenn Du für Dich sorgst – und dabei ein gesundes Maß an Verantwortungsbewusstsein an den Tag legst.
Dann hat der Burnout keine Chance. Versprochen.

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