1. Male und die Auswirkungen

Das 1. Mal

Der 1. Schultag, der 1. Kuss, die 1. Beziehung, der 1. Job, die 1. eigene Wohnung, der 1. Urlaub ohne Eltern.
Jede Menge erste Mal gibt es. Manche sind lebensverändernd, andere nicht der Rede wert.
Einige prägen uns persönlich, andere haben wir schon kurz danach wieder vergessen.

Die meisten ersten Male passieren uns logischerweise als Kinder. Von denen erfahren wir oft erst durch Erzählungen oder Fotos.
Bis Mitte zwanzig ist dann der nächste große Schub an ersten Malen. Die sind dann meist sehr bewusst und hoffentlich auch entsprechend gewählt.

Danach schleicht sich eine gewisse Routine bei den meisten ein.
Das immer gleiche Spiel: morgens aufstehen. Zur Arbeit fahren. Abends zurück. Entspannen. Schlafen.
5-6 Tage die Woche mit der Aussicht aufs Wochenende. An dem werden dann die zu Hause liegengebliebenen Dinge erledigt oder einfach woanders hin geflüchtet.
1-x Mal im Jahr ist große Flucht – äh Urlaub – angesagt. Da wird dann alles ausgelebt, was sonst auf der Strecke bleibt.
An Action oder Entspannung.
Die Vorfreude auf den nächsten Urlaub beginnt bereits bei der Rückreise des gerade vergangenen.

So kann’s gehen.

Das Entscheidende

Allerdings muss es das nicht.
Denn für 1. Male ist es nie zu spät.
Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen.
1. Male bleiben so spannend und aufregend wie in jungen Jahren.
Vermutlich ist es das, was viele davon abhält.
Die Angst vor der Ungewissheit.
Der Respekt vor den nicht absehbaren Konsequenzen.
Allerdings ist alles, was kommt, ungewiss. Du hast keine Ahnung, welche Auswirkungen Dein Tun oder Nicht-Tun tatsächlich hat.
Das verdrängen wir nur allzu gern.
Dennoch. Es ist Deine Entscheidung, ob Du im Alltagstrott, in der Routine, der vermeindlichen Sicherheit bleibst oder etwas anderes ausprobierst.

Das Jahr der ersten Male

Für mich waren erste Male nichts ganz ungewöhnliches und doch häuften sie sich sehr im Jahr 2019.
Es war das Jahr nach dem Tod meines Vaters. Ein Ereignis, dass meiner Familie und mir den Boden unter den Füßen weggerissen hat, weil es so überraschend kam.
Meine Entscheidung, den bisherigen Arbeitgeber zu verlassen war auch noch nicht soooo alt. Die neue Idee nahm Gestalt an, allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht hatte.
Also entschied ich mich das allererste Mal in meinem Leben für eine sehr hohe Investition in mich, meine Ideen und meine Zukunft. Ja, nur MEINE. Total egoistisch.
Das erste Mal.
Diese Investition war mit sehr vielen weiteren ersten Malen verbunden, die mich irgendwie prägten.
Eigentlich war diese Investition der Beginn eines langen Rattenschwanzes an Neuerungen. Die ich hier nicht alle aufzählen kann. Aber in dieser einen Woche, in der das Event stattfand, haben sich die ersten Mal gehäuft. Sie kamen quasi Schlag auf Schlag.

Was alles folgt, wenn Du beginnst

Es handelte sich um ein Retreat. Noch nie habe ich an einem Retreat teilgenommen. Für mich war das bislang immer irgendwas mit viel Entspannung und Yoga – also eher nicht so meins.
Es war allerdings völlig anders.
Ja, es gab sehr viel Stoff zum Nachdenken. Ja, ich hätte Yoga machen können. Ja, es war irgendwie sehr ruhig und gleichzeitig eben so gar nicht.

Es war außerdem ein Mastermind Retreat.
Mastermind.
Tausendmal hatte ich das schon gehört, aber mir nie auch nur eine Vorstellung davon gemacht.
Na ja. In dieser Woche sollte ich herausfinden, was das war.
Spannendes Konzept und – richtig umgesetzt – enorm wirksam.
Das war also das nächste 1. Mal.

Dann fand all das in einem Land statt, in dem ich noch nie vorher war.
Ach was. Ich war sowieso noch nie alleine im Ausland.
Ich bin auch noch nie allein mit dem Flugzeug geflogen.
Schon gar nicht irgendwohin wo ich noch nie war.
Zu Menschen, die ich nicht kenne.
An einen Ort, wo ich nicht weiß, was genau dort passiert.
Puh.
Das hat etwas mit mir gemacht.
Vorher schon.
Es war eine Art von Vorfreude, die sehr stark mit Angst vermischt war.

Am Flughafen dann das nächste erste Mal.
Weil ich mein Kofferlimit bis aufs letzte Gramm ausgereizt hatte, durfte ich bei 26 Grad meine Wanderschuhe tragen, samt warmer Jacke.
Dann traf ich doch tatsächlich auf einen Prominenten.
Ja, einen echten. Nicht so ein C-Promi…
Und dann im Flugzeug gleich die nächste Überraschung – ich habe mit ihm sogar gesprochen. Nur kurz, aber immerhin.
Eindrucksvoll.
Neben dem stärksten Mann der Welt zu stehen, der mittlerweile so gar einen Weltrekord eingestellt hat.

Nach der Ankunft habe ich im Hotel Menschen getroffen, die ich in den folgenden Tagen noch sehr gut kennenlernen sollte. Mit diesen Unbekannten habe ich die unbekannte Stadt erforscht.
Ich, die echt schüchtern ist, was fremde Menschen anbelangt. Die sich lieber im Hintergrund hält und erstmal beobachtet bevor irgendetwas gesagt oder getan wird.

Und dann war da niemand, mit dem ich all das teilen konnte. Denn das allererste Mal war ich über eine Woche von meiner Familie getrennt.
Durfte ein Zimmer samt Bad teilen mit jemanden, den ich überhaupt nicht kannte.
Sehr spannend und definitiv eine Erfahrung.

In dieser Woche habe ich mich das erste Mal so richtig mit meinem Unternehmen auseinander gesestzt. Da gab es sicher noch Luft nach oben, aber der Anfang war schon ganz gut.

Ich habe das erste Mal einen Geysir gesehen, hab in einer heißen Quelle gebadet, Champagner getrunken, in einem Gewächshaus voller Tomaten die beste Tomatensuppe ever gegessen. Chiapudding probiert und für gut befunden.
Robben in freier Wildbahn gesehen.
Schwimmende Eisberge und Gletscher.
Habe fermentierten Hai und Wurst aus Schafsfleisch probiert.
Bin über Wasser gegangen und habe in voller Montur unter einem Wasserfall geduscht.

Das erste Mal bin ich offroad unterwegs gewesen. Habe auf Vulkanen gestanden und war sehr nah an einem kurz vor dem Ausbruch stehenden Vulkan dran.

Ich durfte Menschen kennenlernen, die sehr erfolgreiche Unternehmen führen und doch immer wieder an sich selbst zweifeln.

Ich stand an einem Strand mit schwarzem Sand mitten im Ozean.
Wurde den ganzen Tag von einem Fotografen begleitet, habe Gnome, Feen, Trolle und ihre Behausungen „gesehen“.

Sich vor völlig Fremden gegenüber öffnen war wohl eines der einschneidensten ersten Male auf dieser Reise. Und eines, dass sich nicht ganz so gut angefühlt hat. Allerdings war es auch bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet.

Was 1. Male bewirken

Diese Woche – weit weg von Zuhause, der Familie, dem Alltag – hat neue Wege aufgezeigt. Möglichkeiten, die ich vorher nie in Betracht gezogen habe.
Für mich war es völlig klar, dass ich nicht alleine in den Urlaub, in fremde Länder fahre. Nun weiß ich, dass ich das kann. Nun kann ich entscheiden, ob ich das will.
Das ist eine ganz andere Entscheidungsgrundlage. Nicht mehr die Angst vor der Ungewissheit und der Unfähigkeit entscheidet, sondern ich bzw. die Zielsetzung dahinter.

Diese geballte Kraft der ersten Male beflügelt.
Denn wenn Du merkst, dass es geht, dass Du es kannst – was auch immer „es“ ist – verändert sich etwas. Kommt eine innere Motivation zum Vorschein, die Dich antreibt. Dich mutig werden lässt. Selbstbewusster.
Jedenfalls so lange Du Dich nicht selbst wieder klein machst.

1. Male sind Eisbrecher. Sie geben die Sicht auf Neues frei. Türöffner.
Du kannst hindurch gehen oder es lassen.
Sie entfachen auch die kindliche Fröhlichkeit und den Stolz wieder, den viele längst verloren zu haben scheinen.
Sie zeigen Facetten der Persönlichkeit, die vielleicht noch nie zum Vorschein kommen durften.

Leben kennt kein Alter – 1. Male auch nicht

Das Fazit lautet ganz klar: Für 1. Male ist es nie zu spät.
Im Gegenteil.
Du vergibst Dir wahnsinnig viel, wenn Du in Deinem Trott, Deiner Routine bleibst.
Jeder hat etwas, was im Kopf rumgeistert. Was gern ausprobiert werden möchten.
Was erlebt werden will.
Jeder hat diese eine Sehnsucht… Auch Du.

Was machst Du heute anders – vielleicht das erste Mal?
Was probierst Du (heute) aus, um zu erfahren, wie es ist?
Welchen Schritt gehst Du (heute) in die Richtung eines bislang unerfüllten Wunsches?

Ich freu mich, wenn Du mir davon berichtest.

Und nur für den Fall, dass Du Dich nicht traust oder gehörigen Respekt vor Deinem nächsten Schritt hast. Wenn Du für Dich unsicher bist, was für Dich richtig ist. Du vielleicht einfach allein nicht weiterkommst und die Hinweise Deiner Familie und Freunde Dich kein bisschen weitergebracht haben, dann lass mich Dich dabei unterstützen, DEINE ersten Schritte zu gehen. Die sich gut und sicher anfühlen und die Dich an Dein Ziel bringen.
Schreib mir eine Mail an info@klaudia-spielmann.de mit Deiner Herausforderung und dem Betreff: 1. Male. Und wir sprechen darüber, wie ich Dir helfen kann.

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