2018 – Rückblick Teil 1

Da stand ich nun. Das neue Jahr hatte gerade begonnen.
Das erste Jahr, in dem ich keinen festen Job habe. Also nicht angestellt bin…
 
Hui. Beängstigend.
Ziemlich.
Dabei hatte ich in den letzten drei Monaten schon einiges geschafft…
Dennoch. Die Angst war da.
 
Und gleichzeitig war es so mega aufregend. Nein. Ich war aufgeregt. Bis in die Haarspitzen gespannt.
 
Ich hatte ein Ziel: Dieses Jahr werde ich beweisen, dass ich es kann. Also mir selbst vor allem.
Das es klappt, aus einem Konzern auszusteigen und selbständig erfolgreich zu sein. All das tun zu dürfen, was ich will und gut kann. Selbst zu entscheiden und nur von mir und meinem Arbeitseinsatz abhängig zu sein.
Und trotzdem eine gute Ehe zu führen und die Kinder nicht zu vernachlässigen.
Das war der Plan.
 
Toller Plan. Das WAS stand also.
 
Allerdings hatte ich noch nicht so richtig eine Idee WIE das gehen soll.
 
Kurzer SneakPeak: es kam alles anders!
 
Aber von vorn.
In einem Kindergarten durfte ich mit Eltern arbeiten zum Thema Geschwister- und Familienkonstellation. Es ist immer wieder berührend, wenn jeder im Raum aus diesen Abenden für sich einen Mehrwert mitnimmt und Kinder davon profitieren. Direkt.
An diesem Abend hatte ich in jemanden ein Feuer (wieder) entfacht. Es war quasi ein Wach-rüttel-Abend. Yes! Das mag ich. Unter uns: nach solchen Vortragsabenden gehe ich erst sehr, sehr spät ins Bett, weil ich einen enormen Energieüberschuss hab, den ich erst noch loswerden muss.
 
Direkt an diesem Abend wurde ich gefragt, ob ich nicht mit dem Team der Einrichtung eine Strategie erarbeiten möchte, wie das Miteinander noch entspannter und leichter wird. Dabei sollte es vor allem um die Kommunikation miteinander gehen. Es passte perfekt!
Und ja, es tat mir gut. Zu wissen, dass es Menschen gibt, die von meinem Wissen profitieren. Denen es half und die es so spannend fanden, um mich immer wieder einzuladen.
 
Ab dem Februar arbeitete ich verstärkt 1:1 mit genialen Menschen zusammen. Sie hatten super schnell Erfolge.
Manche für ihr Verständnis nur kleine, die aber für andere deutlich sichtbar waren.
Andere für sich selbst riesige, die von außen kaum wahrnehmbar waren.
Beides zahlt sich langfristig aus. Das ist es, was sie (und auch mich) stolz macht.
Sie vertrauten mir. Sie fanden ihren Mut und ihre Leichtigkeit.
Und ich auch!
 
Dann kam im April der Schock.
 
Ein besonderer Tag für unsere mittlere Tochter stand an und natürlich würden alle Familienmitglieder dabei sein. Das ist bei uns selbstverständlich – selbst, wenn wir noch so weit auseinander wohnen.
Aber dieser Tag war gleichzeitig ein riesiger Schock, denn ich, wir alle erfuhren von der Diagnose meines Vaters.
 
Jupp.
 
Krebs…
 
Scheiße.
 
Mein Vater spielte es runter.
 
Er war nie krank. Ernährte sich gesund… Nun ja, der Befund war da.
 
Es gab Hoffnung. Nicht viel, aber es gab sie.
 
Das Leben geht dennoch weiter. Immer wieder durchzogen mit Familienkonferenzen, in denen wir gemeinsam über Möglichkeiten, Ideen, Hilfen und alles mögliche sprachen.
 
Im April war ich als Speakerin für ein Frauennetzwerk eines großen deutschen Unternehmens engagiert. Es ging um Kommunikation und wie Frau in einer Männerdomäne nicht nur überlebt, sondern richtig voran kommt.
Wir haben über Fußball und Ballett gesprochen. Über Spielregeln. Chancen und Risiken. Über Klarheit, Ziele und Ideen zur Umsetzung für jede Einzelne.
Es war genial.
Für alle.
Niemand der Anwesenden hat bereut, sich an diesem echt heißen Tag den Spätnachmittag im Unternehmen mit diesem Thema zu verbringen.
Das Feedback war überwältigend und die ein oder andere wollte es so richtig wissen.
Sie ist heute mehr als nur ein paar Schritte weiter – persönlich, beruflich, finanziell, mental, ganzheitlich.
Direkt am nächsten Tag – und das ist vielleicht für Dich eine Überraschung – fuhr ich ins Allgäu und ließ mich zum Schlafcoach für Babys und Kleinkinder ausbilden.  Hier wurde aus einer virtuellen Bekanntschaft eine reelle.
Genial.
So waren also Schlafcoachings ab sofort eine zusätzliche Aufgabe.
 
Nebenbei hatte ich mich mit meiner Lieblingsfotografin getroffen und etwas ausgeheckt.
Auch das fand natürlich im April statt!
Es war eine Live-Abend in ihrem Studio zur unterschiedlichen Kommunikation von Mann und Frau. Es war ein ganz wunderbarer Abend.
Intensiv für alle Beteiligten, denn es war eine kleine Gruppe und so kam jeder dran mit seiner Geschichte.
Mein erstes Gruppencoaching light sozusagen.
Genial waren die Rückmeldungen hinterher.
Hach.
Es macht mich jedes Mal glücklich, wenn ich sehe, erfahre, wie schnell und leicht Änderungen möglich sind.
Denn die Meisten gehen davon aus, dass es riesiger Veränderungsschleifen benötigt, um vielleicht Effekte zu sehen. Manchmal braucht es nur den ein oder anderen AHA-Moment oder eine Erkenntnis, um Dinge aus seinem Leben zu streichen, Fehler nicht mehr zu wiederholen oder es plötzlich leicht und entspannt zu haben.
 
Ebenfalls im April hielt ich meinen Teamworkshop. Du erinnerst Dich? In dem Kindergarten, in dem ich im Januar meinen Vortrag hielt. Mit wirklich großem Erfolg.
Dort erfuhr ich auch, dass das Team schon mehrere Dinge ausprobiert hatte, die eben nicht gefruchtet hatten.
Na toll, das hätte ich gern vorher gewusst. Also hab ich all meine Planung über den Haufen geworfen und wir haben direkt gearbeitet. Als Coaching sozusagen. Mit Wissenshappen zwischendrin. Die viele Einsichten und Erkenntnisse, die – das weiß ich heute – zu einer Verbesserung im Umgang miteinander beigetragen haben, sind eine wunderbare Bestätigung für dieses Vorgehen.
Direkt nach diesem Workshop ging es für mich nach Wien. Nur mit meinem Mann. Die Kinder hatten wir kurzfristig bei den Schwiegereltern untergebracht.Wie aufregend. Es war erst das zweite Mal seit den Kindern, dass mein Mann und ich über ein Wochenende allein weg fuhren. Der Grund war ein beruflicher.
Ich hatte mich zum Masterminden verabredet mit zwei Menschen, die ich bis dahin nur virtuell kannte.
Unglaublich.
Das hätte mir mal jemand erzählen sollen, dass ich das jemals tue… Was soll ich sagen. Der Funke war sofort übergesprungen. Nicht nur zwischen uns Menschen, sondern auch zwischen der Stadt und uns.
 
Boah, gerade merke ich, wie krass eigentlich mein April war. Da war in jeglicher Hinsicht ALLES drin…
 
Und das war erst der Anfang… Du machst Dir keine Vorstellung, was noch alles los war…
 
Dazu mehr im nächsten Beitrag. Denn dieser ist eh lang genug.
 
Danke, dass Du mich bis hierher begleitet hast!
Schön, dass Du Teil meines Lebens bist.
Wir lesen uns.
Deine Klaudia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte füllen Sie dieses Feld aus
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü